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Jean Tinguelys 'Grosse Méta-Maxi-Maxi-Utopia' ist bis Ende 2016 auf Reisen

>> ab dem 23. April im  Museum Kunstpalast, Düsseldorf zu sehen

Seminar | TAKT, TAKTILES, TANGIEREN.
Zum Tastsinn in Kino und Künsten

>> Dienstag, 26. April, jeden Dienstag 16 - 18 Uhr

Roche'n'Jazz | Celebration the music of MILTON NASCIMENTO

>> Freitag, 29. April 2016, 16 Uhr

Familiensonntag | PRIÈRE DE TOUCHER

>> Sonntag, 1. Mai 2016

Führung | speziell für Sehbehinderte durch die Sonderausstellung
PRIÈRE DE TOUCHER

>> Sonntag, 3. Mai 2016, 15 Uhr

Führung | MORE THAN MEAT JOY.
Der Körper in der feministischen Kunst

>> Dienstag, 10. Mai 2016, 12 - 13 Uhr

Öffnungszeiten | Dienstag bis Sonntag: 11 – 18 Uhr

>> Sonderöffnungszeiten 2016

l'univers tinguely

Geschwindigkeit
Geschwindigkeit
Jean Tinguely war ein grosser Fan des Autorennsports. Insbesondere die Formel 1-Rennen faszinierten ihn. Sein Freund Jo Siffert, der wie Tinguely aus Fribourg stammte, öffnete ihm viele Türen im Rennzirkus. Aus Sifferts Handel mit alten Rennwagen stammt denn auch der Lotus, der sich seit den frühen 1970er Jahren in Tinguelys Haus in Neyruz befand.
Lotus 25/33 R6, Museum Tinguely, Basel, Donation Niki de Saint Phalle. Foto Christian Baur
Fasnacht
Fasnacht
Seit den frühen 1970er Jahren beteiligte sich Tinguely mit den «Kuttlebutzer» an der Basler Fasnacht. Mehrmals entwirft er für seine Clique die Kostüme und baut die Larven gemeinsam mit seinen Assistenten und den Fasnachtsfreunden. 1976 schmückt er die Larven der «Stadtindinaner» mit Federn. Einige dieser Larven baut er 1988 in seine «Avant-Garde» ein.
Jean Tinguely, L'Avant-Garde, 1988, Museum Tinguely, Basel, Foto Christian Baur
Hon
Hon
1966 entsteht im Moderna Museet in Stockholm «HON – eine Kathedrale». Gemeinsam mit Niki de Saint Phalle und Per Olof Ultvedt baut Tinguely die begehbare Skulptur einer liegenden Frau, in derem linken Bein sich ein Kino und im Bauch eine Aussichtsplattform befindet. Nach der Ausstellung wird die Skulptur zerstört.
Foto Hans Hammarskiöld
Bewegung
Bewegung
Tinguelys Skulpturen sind beweglich. Seine Maschinenskulpturen sind meist von Elektromotoren angetrieben. Die Bewegungen sind oft einfach, die stete Veränderung der Komposition ist zentral. Tinguely ist einer der Hauptvertreter der kinetischen Kunst. «Die einzige denkbare Statik (Stabilität) ist das Leben, ist die Entwicklung - ist die Bewegung.» (Jean Tinguely, Düsseldorf, März 1959)
Jean Tinguely, Constante indétérminée, 1959, Collection privée. Foto Christian Baur
Kunst
Kunst
«Kunst ist total, weil sie sowohl aus Stein und Öl, Holz und Eisen, Luft und Energie, Gouache und Leinwand und Situationen – aus Phantasie und Sturheit, aus Langeweile, aus Skurrilität, aus Wut, aus Intelligenz, aus Kleister und Draht oder Opposition oder mit der Kamera 'gemacht' werden kann.» (National Zeitung, Basel, 13. Oktober 1967; zitiert aus: Jean Tinguely, texte de Claudia Jolles, photos de Leonardo Bezzola, 1989; S. 18)
Jean Tinguely, Wundermaschine, Méta-Kandinsky I, 1956, Museum Tinguely, Basel. Foto Christian Baur
Draht
Draht
Tinguelys früheste Skulpturen und Reliefs, die ab 1954 in Paris entstehen, formt er aus Eisendraht. Draht-Zahnräder drehen sich ruckelnd und setzen so die auf ihren Achsen befestigten weissen Elemente in Bewegung. Ein bewegliches Bild entsteht.
Jean Tinguely, Elément Détaché I, 1954, Museum Tinguely, Basel. Foto Christian Baur
Auto
Auto
Das Automobil übte eine grosse Faszination auf Jean Tinguely aus. In den 1950er Jahren konstruierte er mit einem Freund einen Sportwagen, später fuhr er leidenschaftlich gern seine Ferraris. Dabei war er sich der Gefahren immer bewusst - so ist die Skulptur, die den Beinamen «Viva Ferrari» trägt, auch mit «Schreckenskarette» betitelt.
Jean Tinguely, Schreckenskarette - Viva Ferrari, 1985, Museum Tinguely, Basel, Donation Niki de Saint Phalle. Foto Christian Baur
Tod
Tod
Der Tod spielt in Tinguely späterem Werk eine wichtige Rolle. So konstruierte er für seine Ausstellung in Moskau im Jahre 1990 den «Safari de la Mort Moscovite» – ein Gefährt, das jedem apokalyptischen Reiter gut anstehen würde.
Jean Tinguey, Le Safari de la Mort Moscovite, 1989, Museum Tinguely, Basel, Donation Niki de Saint Phalle. Foto Christian Baur
Motor
Motor
Tinguelys Maschinenskulpturen werden in der Regel von Elektromotoren angetrieben. In der Anfangszeit kamen häufig gebrauchte Motoren, die er auf Schrottplätzen aus Waschmaschinen und Autos ausbaute, oder aber die 110-Volt Liliput-Motoren mit ihrer typischen Gehäuseform zur Anwendung. Später bezog er sie neu, häufig bei einer Firma im schweizerischen Biel.
Jean Tinguely, Mautz II, 1963, Museum Tinguely, Basel. Foto Christian Baur
Schweissen
Schweissen
Erst ab Ende der 1950er Jahre verwendet Tinguely einen Schweissapparat. Vorher hat er seine Metallkonstruktionen gelötet. Das korrekte, Schulbuch-mässige Schweissen interessierte ihn nie, seine Schweissnähte sollten roh und unbearbeitet sein. Er hat immer mit Elektroden geschweisst, höher entwickelte Schweisstechniken wendete er nicht an.
Tinguely in der Impasse Ronsin, 1959. Foto Hansjörg Stoecklin
Schrott
Schrott
Den Schrott, den Tinguely für seine Skulpturen verwendete, fand er auf Schrottplätzen rund um Paris. Tinguely verwendete sozusagen nie neues Material, sondern konstruierte immer mit Alteisen, Abfall und gefundenen Materialien.
Jean Tingely auf einem Schrottplatz, ca. 1960. Unbekannter Fotograf.
Happening
Happening
Das Happening ist eine Kunstform, die sich Ende der 1950er Jahre zu entwickeln begann. Tinguely interessierte sich für diese theatralische Form, für die er oft Maschinenskulpturen einsetzte, die sich im Laufe des Happenings selbst zerstörten.
Jean Tinguely während «Study for an End of the World no. 2», Las Vegas, 1962. Foto Coliene Murphy
Zufall
Zufall
Der Zufall spielt in Tinguelys Werk eine grosse Rolle. Die Zeichenmaschinen produzieren abstrakte Zeichnungen, deren Parameter durch die Maschine zwar teilweise gegeben sind, deren Farbgebung und -intensität aber der Betrachter beeinflussen kann. Der Zufall gestaltet die Details.
Jean Tinguely, Machine à dessiner No. 3, 1955, Museum Tinguely, Basel. Foto Christian Baur
Briefzeichnung
Briefzeichnung
Tinguely schreibt oder zeichnet sehr häufig Briefe, deren Informationsgehalt nicht nur im Text, sondern ebenso sehr in der Zeichnung, Gouache, Collage liegt. Seine Freunde und Freundinnen in der ganzen Welt erhalten solche Brief-Zeichnungen, mit denen er so etwas wie ein globales ausgelagertes Archiv seiner Tätigkeiten begründet.
Jean Tinguely, Cher Pontus - Merci Rebecca, 1987, Museum Tinguely, Basel
Interaktion
Interaktion
Zwischen den Maschinen-Skulpturen und dem Kunst-Betrachter (oder auch: Kunst-Benutzer) braucht es Interaktion, um die Kunst erlebbar, ja real werden zu lassen. Die Zeichenmaschinen sind Inbegriff dieser Trias aus Künstler, Skulptur und Kunst-Benutzer, deren Zusammenspiel erst die Erschaffung einer Zeichnung mit Hilfe der Maschine möglich macht.
Jean Tinguely, Méta-Matic No. 14, 1959, Museum Tinguely, Basel. Foto Christian Baur
Brunnen
Brunnen
Immer wieder beschäftigt sich Tinguely mit Wasser als Element, dass seine Skulpturen erweitert, das ihre Grenzen sprengt, und das die Bewegungen der Maschine verdoppelt und in die Luft zeichnet.
Jean Tinguely, Schwimmwasserplastik, 1980, Museum Tinguely, Basel. Foto Christian Baur.

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